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WordPress in Zahlen: was der Herbst 2026 zeigt.

ZahlenOktober 2026Lesezeit 3 MinutenNicole Manninger

WordPress ist noch immer das meistgenutzte System für Websites weltweit. Die Zahlen aus dem Herbst 2026 zeigen jedoch, dass sich etwas verändert, und sie erklären auch, warum.

Der Marktanteil

Laut W3Techs lief WordPress im April 2026 auf 42,6 Prozent aller Websites und auf 59,8 Prozent jener Websites, deren Content-Management-System bekannt ist1. Anfang 2017 lag der Anteil noch bei 27,3 Prozent1. Im Oktober 2026 weist W3Techs ihn mit 39,7 Prozent aus2, und ob daraus eine dauerhafte Trendwende wird, zeigen erst die kommenden Monate.

Das Ökosystem

Die Stärke von WordPress liegt in seiner Offenheit. Im offiziellen Verzeichnis stehen mehr als 61.000 Plugins1, und der Page Builder Elementor allein läuft auf 12,5 Prozent aller Websites weltweit2. Genau diese Vielfalt macht das System flexibel und zugleich anfällig, weil jede Erweiterung von einem anderen Hersteller stammt.

Die Sicherheit

Patchstack zählte für 2025 mehr als 11.300 neue Sicherheitslücken im WordPress-Umfeld, rund 42 Prozent mehr als im Jahr davor. Zwischen 96 und 97 Prozent davon steckten in Plugins, und rund 46 Prozent hatten bei ihrer Veröffentlichung noch keinen Patch des Herstellers3.

Noch aussagekräftiger ist der Blick auf die Folgen. Laut Patchstack erhält ein Drittel aller Lücken nie einen Patch, mehr als 60 Prozent der Angriffe zielen auf Lücken, für die längst ein Update bereitsteht, und im Schnitt vergehen 120 Tage, bis eine Lücke geschlossen ist4.

Das Risiko liegt selten im System selbst, sondern in den vielen Teilen, die eine WordPress-Website erst vollständig machen.

Die Geschwindigkeit

Im August 2026 bestanden auf dem Smartphone 48,7 Prozent der WordPress-Websites den Test der Core Web Vitals, Websites mit Elementor 36,8 Prozent, der Durchschnitt aller Websites lag bei 53 Prozent5. Bei der Antwortzeit des Servers erreichten nur 23,5 Prozent der WordPress-Websites einen guten Wert, bei Shopify waren es 81,9 Prozent5. Wie wichtig das ist, zeigt Googles Studie, nach der 53 Prozent der mobilen Besucher eine Seite verlassen, die länger als drei Sekunden lädt6.

Die Alternativen wachsen

Parallel dazu gewinnen schlanke Plattformen an Gewicht. Framer schloss im August 2025 eine Finanzierungsrunde bei einer Bewertung von zwei Milliarden US-Dollar ab7, und Sacra schätzte den Jahresumsatz zu diesem Zeitpunkt auf 50 Millionen US-Dollar bei rund 500.000 monatlich aktiven Nutzern8.

Für ein Magazin mit vielen Autorinnen bleibt WordPress eine starke Wahl. Für die Website einer Praxis, eines Studios oder einer Beratung mit einer Handvoll Seiten stellt sich dagegen zunehmend die Frage, ob der laufende Aufwand für Wartung und Absicherung noch im Verhältnis zum Nutzen steht.